Dienstag, 30. Dezember 2014

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Fairy SnowCap

Ich dachte ernsthaft, dieser Winter würde so mild bleiben, wie er bis vor Kurzem war. Dann schneite es und mir wurde klar, dass ich eine Mütze brauche.

Meine Favoriten waren Caput Helianthus und Fairy SnowCap. Letztendlich habe ich mich für die FSC entschieden, weil mir die enge Passform besser gefällt - Berets sind nicht so meins - und weil die Anleitung günstiger war ;) Als Einzelanleitung gibt es sie übrigens erst seit Kurzem, davor hätte man das gesamte e-book kaufen müssen.

Normalerweise mag ich keinen komplizierten Kleinkram und auch kein Lace, aber diese Mütze war einfach zu niedlich und Lochmuster wirken in dickerem Garn ja auch ganz anders.

Gebraucht habe ich zwei Tage - es wäre schneller geganen, wenn ich die Anleitung zu Beginn vernünftig gelesen und mitgedacht hätte ;)



Sie ist nämlich sehr ausführlich und sorgfältig. Mir hat besonders gefallen, dass es eine kurze Zusammenfassung gibt, in der grob beschrieben wird, wie die Mütze gearbeitet wird. Ich hätte es nur klüger gefunden, diese zu Beginn der Anleitung zu setzen, nicht an's Ende.
Ein Mustersatz wird pro Runde vier mal wiederholt, das heißt, jede Nadel des Nadelspiels hat eine komplette Wiederholung, wodurch man den Überblick behält.

Das einzige, was mich an der Anleitung gestört hat, ist, dass sie so überladen ist. Es sind nämlich auch Anweisungen und Techniken enthalten, die man für diese Mütze gar nicht braucht, bspw. Einträge in der Legende für Abkürzungen, die in der Anleitung selbst nicht vorkommen, verschiedene Anschlags- und Abkettarten, auch eine Anleitung für den Seed Stitch ist enthalten, dabei wird hier kein Seed Stitch gestrickt.
Insgesamt kommt die Anleitung auf 11 Seiten.

Ansonsten hat sie mir gut gefallen und ich hätte Lust, mehr von der Designerin zu stricken, allerdings bin ich kein großer Kleinkramstricker (auch, wenn es momentan so aussieht ;) ) und die Designerin erstellt hauptsächlich Anleitungen für Accessoires.

Verwendet habe ich für diese Mütze Drops Big Merino, 75g. Das Garn ist sehr weich und voluminös und es macht wirklich Spaß, es zu verstricken. So viel Freude hatte ich noch bei keinem Garn. Das Strickstück wird weich und elastisch und wenn man es drückt, ist es wie ein weicher Schwamm, was ich mag.
Aber man sollte beim Ribbeln aufpassen. Die vielen Einzelfäden lösen sich dabei gerne und werden knotig.


Beim Waschen bekam ich eine kleine Herzattacke: Die Mütze wurde in der Sekunde, in der sie nass wurde, einfach riesig. Wirklich riesig und ich habe sie beim Trocknen kritisch befingert und überlegt, ob ich irgendwo einen Trockner auftreiben muss, um sie wieder zu schrumpfen. Ich habe sie auch immer wieder zusammen gedrückt um dem Leiern entgegen zu wirken. Die Kommentare auf Ravelry berichten auch davon, dass die Stücke beim Waschen stark wachsen, also war ich vorsichtig.
Die Mütze ist ein wenig locker (vor dem Waschen war sie ein wenig eng), aber passt. Dennoch habe ich schon Angst, sie großartig zu dehnen oder so und würde Kleidungsstücke ein Stück kleiner stricken.

Richtig bezaubernd wird die Mütze übrigens, wenn man regenbogenfarbenes Verlaufsgarn nimmt.



Zusammenfassung
Anleitung: Fairy SnowCap von Romi Hill
Schwierigkeit: Mittel. Aber schön beschrieben und die Wiederholungen erleichtern einem das Arbeiten
Garn: Drops Big Merino
Qualität: Sehr weiches, voluminöses Garn. Tendiert zum Ausleiern, deshalb besser eine Nummer kleiner stricken.

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